Langsam wird’s ungemütlich
Küche und Kleiderschrank sind schon verkauft, Gott sei Dank, daß die Käuferin flexibel ist und wir sie bis zur Abreise behalten können. Großer Schock heute morgen. Küchentisch und -stühle sollen gehen heute weg weg. Kurz darauf Anfrage über Ebay, ob auch die Couchen und Sessel heute abgeholt werden können. Kurze Überlegung wie wir die nächsten Wochen verbringen. Auf dem Boden vielleicht? War nicht noch das Klappbett im Keller? Die Fensterbänke sind doch auch gut zum sitzen
Naja, nächsten Freitag geht´s erst mal eine Woche nach Paris. Was weg ist, ist weg und wir haben auch den Kopf frei und müssen uns nicht noch einen Kopf machen, wie wir das Zeug ohne Auto wegschaffen oder ob wir noch was dafür bekommen. Haben wir bisher jedes Abgeben und Wegwerfen am Ende als Erleichterung empfunden, so fängt unsere große Reise fast wie im Kloster an. Als dann der Käufer des Küchentisches vorbeikommt, stellt er erst nach dem Runtertragen fest, daß der Tisch nicht ins Auto paßt. Also wieder alles rauftragen und warten. Am nächsten Tag Bescheid, daß er kein größeres Auto auftreiben kann. Also noch ein paar Wochen Frühstück im Sitzen. Claudia sieht es sportlich und will daran arbeiten, so früh wie möglich aufs Schiff zu gehen. Wie man´s auch sieht, entsprechend unserer Planung läuft alles wie am Schnürchen und wir haben mehr Glück als Verstand. Erst vor einer Woche ist eine potentielle Nachmieterin abgesprungen. Sie wollte die Maklerkaution nicht bezahlen, weil sie ja von uns vermittelt worden wäre. Recht hatte sie ja, aber schade für uns. Schade, weil sie die Küche übernehmen wollte, aber kaum abgesagt, kam schon jemand anderes vorbei und 2 Tage später war die Küche verkauft. Glückspilze eben.









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