Zeit gewonnen und zwischen Fingern zerronnen
Mit der neuen entspannten Mittelfristplanung (ohne die Biskaya-Deadline) können wir uns nun etwas beruhigter dem Umzug (eigentlich Auszug) und dem Loswerden unserer Habseligkeiten widmen. Schon lange ist uns klar, daß Umzüge immer in mehreren Detaillierungstufen ablaufen. Die gröbste und gewöhnlich als eigentlicher Umzug assoziierte ist nur das Verschieben der schon gepackten Sachen von einem Ort zum anderen. Das ist i. d. R. in einem halben Tag gemacht. Auch wir werden nur die ungefähr 800 km lange Fahrt von München nach Norden haben. Die nächste Stufe ist das ein- und auspacken.
Die nächstdetailliertere (und von manchen Sammlern und Messies ausgelassene) Stufe ist, jedes Ding (in unserem Fall sogar jedes einzelne Blatt in vielen Ordnerleichen) in die Hand zu nehmen und Aschenputtel zu spielen. Je nach Mentalität und Nerven ist das recht anstrengend, extrem nervig, dauert immer dreimal so lang wie geplant, ist aber sehr befriedigend, wenn mal wieder ein ganzer Ordner ausgemistet ist. Das Blöde ist nur, daß diese Stufe die am wenigsten sichtbare ist im Vergleich zu den gröberen Verschiebereien. Umso mehr Energie braucht man, sich dafür immer wieder aufzuraffen, besonders in einem Fall wie unserem, wo wir weder den ganzen Kram mitnehmen wollen (und können) noch Freunde und die werte Verwandschaft mit unseren Altlasten behelligen wollen. Also nach dem Schreck mal wieder den Turbo eingelegt und Papierkram erledigt, dabei z. B. gefunden, daß wir noch keinen Mehrwertsteuernachweis für unser Schiff haben und auch das Flaggenzertifikat noch beantragen müssen. Jede Menge Papierkram wartet aber noch und einiges werden wir wohl erst auf der Reise endgültig geklärt haben.










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