Top: Modersitzki-Werft

50-to-Fischkutter wird zum Slip geschleppt.

50-to-Fischkutter wird zum Slip geschleppt.

Hier gilt das Lob der ganzen Werft, Frau Modersitzki, Herrn Braack und dem ganzen Team. Gute Preise, super Lage. Kein Durchgangsverkehr, nettes Dorf, um 18:00 die Bürgersteige oben, macht aber nix, weil man immer auf der Straße gehen kann. Hier ticken die Uhren noch nicht so laut und schnell. Werft und Hafen mit toller Lage am Noor, kürzeste Distanz bis Schleimünde, absolut unbürokratisch, sanitäre Anlagen bescheiden aber OK. Wenn wir nicht unterwegs wären, würden wir versuchen, hier einen Dauerliegeplatz zu ergattern.

Das wunderschöne Meisterstück des Werft-Chefs, Herrn Braack.

Wunderschönes Meisterstück des Werft-Chefs Braack.

Mal sehen, vielleicht kommen wir ja zurück. Hat auch was, wenn so ein Betrieb auf mehrere Generationen zurückblicken kann. Ich selbst kenne Maasholm schon seit fast 20 Jahren vom Urlaubssegeln. Gut, daß es noch Dinge gibt, die sich nicht so schnell verändern. Hab in der ganzen Schlei Angebote für den Winter eingeholt, wobei z. T. jede Traktorfahrt extra berechnet werden sollte. Also haben wir uns für Modersitzki entschieden. Da wo andere sich absolut unflexibel zeigen und viel teurer sind, ist es hier kein Problem jederzeit auch im Winter einen Krantermin zu bekommen.

Unser Liegeplatz am Außensteg zwischen Jochen und Bert.

Unser Liegeplatz am Außensteg zwischen Jochen und Bert.


Am Außensteg kriegt man bei Westwind ziemlich was auf den Allerwertesten, so wie es bei NW im ganzen Hafen unruhig wird. Aber unser Panzer kann das ab. Wir durften sogar eine kleine Ecke in der Werfthalle belegen, um unser festes Dinghy wieder aufzupeppen. Sollten wir wieder nach Deutschland zurückkommen, klopfen wir hier zuerst wieder an. Zumindest in unserem Fall war es kein Problem, den Liegeplatz nicht für die ganze Saison zu buchen. Die erste Woche haben wir beim Bürgermeister gewohnt und sind dann aufs Boot umgezogen, während es noch hoch und trocken aufgebockt stand. Strom und Wasser hatten wir ja.

Axel und Edels Wochenendzuhause.

Axel und Edels Wochenendzuhause.


Beim Kranen knackte der 10-to-Kran bedenklich, aber die Bremse ist nicht angesprungen (LORBAS hat leer 8,5 to und mit unserem ganzen Haushalt drauf, vollem Dieseltank und halbvollem Wassertank, kamen wir wohl fast an die Grenze des Krans. Unsere LORBAS hat mit ihrem Aussehen eines Panzerschiffes viele neugierige Blicke und Fragen auf sich gezogen. In den geschützen Revieren da oben sind halt viele Boote aus Plastik. “Ihr wollt bestimmt weit weg, oder?”, “Ja, mal sehen, …” und schon waren wir im Gespräch. Außer mit den Angestellten der Werft, allesamt nett und hilfsbereit, aber doch recht verschlossen, fast alles Einheimische halt mit ihrer eigenen Mentaltät.

Die Aussicht von Deck als wir noch auf dem Trockenen waren.

Die Aussicht von Deck als wir noch auf dem Trockenen waren.


Sehr lustig sind die vielen Dauerlieger (eigentlich eher Dauerbastler) und Wochenendsegler, die viel mehr Zeit fürs schrauben, schleifen und lackieren aufbringen als Zeit fürs segeln. Nach einigen Wochen haben wir viele schon gut gekannt. Kaum einer so elitär wie die, die sonst in Deutschland das Segler-Image versauen. Schon im Herbst vorher kam ein Neugieriger einfach die Leiter heraufgeklettert, um zu fragen ob es eine Feltz sei. Die Frage kam auch später noch öfter. Die Werft hat einige Aufträge von der Marine und ich hoffe, daß die Modersitzki-Werft auch was von dem Kuchen abbekommt, der als Marina Olpenitz auf der anderen Seite gerade in Planung ist. Eigentlich lehne ich den Bau der neuen Riesenmarina aber ab, weil sonst das eigentliche Schlei-Flair den Bach runter geht.
Wir hatten einen ganz herzlichen Abschied und das Geschenk von Frau Modersitzki ist immer noch in täglichem Gebrauch.
:-)

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