Mit lachendem und weinendem Auge weiter gen Süden
Nach der 5-wöchigen Zwangspause in La Coruna ging´s endlich weiter Richtung Süden. Wir hatten eine zweite Arztmeinung eingeholt un
d dieser hat Thomas grünes Licht zum Weiterfahren gegeben. Zum einen konnten wir es gar nicht mehr abwarten, endlich weiter ins Warme zu fahren, nachdem es in La Coruna doch etwas frisch wurde, besonders morgens und nachts; zum anderen waren wir total traurig, unsere Stegnachbarn und die Hafenangestellten, mit denen wir uns in der langen Zeit a
ngefreundet haben, und auch die Stadt, die wir ins Herz geschlossen haben, zu verlassen. Auch wenn die Seglerbeine durch Jogging wieder etwas strammer geworden sind, ausser bei Thomas, der aber in ziemlich kurzer Zeit seine Muskulatur wieder aufbauen konnte, war es ein komisches Gefühl, nach so langer Zeit wieder mit dem Segelschiff unterwegs zu sein. Man gewöhnt sich schnell wieder an das gemütliche Landleben :-))).
Die erste Tour sollte nicht zu brutal sein, also ging´s ganz gemütlich nach Muros, in einem der Rias gelegenen kleinen
Fischerdörfchen. Muros selbst hatte nicht viel zu bieten, ausser ein paar Bars, Restaurants und erstaunlicherweise zwei „Ferreterías“ (Eisenwarengeschäft), die alle möglichen Waren anboten, von Gartenmöbeln über Farben bis hin zu Küchenartikeln. Alles, was ein Bastlerherz
begehrt. Auch wir konnten mal wieder nicht widerstehen und haben den ein oder anderen Artikel gekauft. Diese Geschäfte sind ganz gefährlich, verführen sie einen doch immer zum Einkaufen, auch wenn es nur Schleifpapier oder ein Schräubchen ist
Kürzlich hat sich Thomas eine kleine Kaffemühle eingebildet, nachdem ihm der Instantkaffee schon zum Hals raushing.
Nach Muros besuchten wir Bayona, von dem viele schwä
rmten. Tatsächlich ist es ein ganz süsser kleiner Ort, sehr touristisch, mit e
iner nachts belebten Restaurant- und Kneipenzeile. Auch steht hier ein nachgebautes Schiff, mit dem Columbus Amerika entdeckte. Schon Wahnsinn, mit welchen Schiffen und unter welchen Bedingungen früher über die Weltmeere geschippert wurde. Heutzutage undenkbar! Hier liessen wir uns auch von einem pansionierten Schreiner eine Holzkiste für unseren neuen Herd anfertigen. Die Kiste hat zwar nicht auf anhieb gepasst, aber
der Schreiner war so freundlich und hat sie noch etwas nachgebessert, so dass sie passte. Und jetzt schwingt sie fröhlich mit unserem Herd bei Wellengang hin und her (wobei die kardanische Aufhängung etwas knifflig war). Das Kochen funktioniert einwandfrei! Endlich wieder ein weiteres To do von unserer Liste gestrichen. Vielleicht ist das Schiff ja endlich mal fertig, wenn wir von unserer Reise zurückkommen









Leave a Reply